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Die Bergstürze von Goldau
Die Rigi und der Rossberg bestehen zu einem grossen Teil aus nicht besonders festem Gestein, der sogenannten Nagelfluh. Beide Berge neigen nach oft vorkommendem, starken Regen zur Instabilität. Am Rossberg sind dabei in historischer und vorhistorischer Zeit diverse Bergstürze niedergegangen, deren zwanzig in etwa bekannt sind. Der letzte grosse Bergsturz ereignete sich am 2. September 1806. Er war in historischer Zeit nach dem Basler Erdbeben vom 18. Oktober 1356 die grösste Naturkatastrophe der Schweiz. Es setzten sich am 2. September 1806 beinahe 40 Millionen Kubikmeter Gestein in Bewegung, wodurch das Dorf Goldau fast vollständig zerstört wurde. Es lag danach unter einer Schuttschicht von 10 bis 50 m Höhe.

In der NZZ vom 5. September 1806, Seite 5, erschien folgender Bericht:

Zum Vergleich
Beim Bergsturz von Bondo am 23. August 2017, dem seit Jahrzehnten grössten Bergsturz im Kanton Graubünden, lösten sich am Piz Cengalo 3 Millionen Kubikmeter Gestein. Beim Bergsturz von Blatten am 28. Mai 2025 haben sich in etwa 6 Millionen Kubikmeter Gestein und in etwa 3 Millionen Kubikmeter Eis gelöst und das Dorf Blatten weitestgehend zerstört.